Im Rahmen einer Entwicklungspartnerschaft mit der deutschen Regierung wurde durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über das develoPPP-Programm ein wegweisendes Projekt initiiert, das die Ukraine beim Aufbau nachhaltiger Energieautonomie unterstützt. Dieses innovative Vorhaben ermöglicht den Transfer modernster deutscher BIOPOWER-Technologie für die dezentrale Produktion von Biomethan und nachhaltigen Energielösungen aus organischen Abfällen.
Das Projekt vereint die Spitzenforschung deutscher Bioenergie-Expertise mit lokalem ukrainischen Know-how: Über die Nationale Technische Universität Kiew als Ausbildungs- und Demonstrationszentrum werden innovative Biogas- und Biomassetechnologien an ukrainische Fachkräfte, Techniker und Unternehmen transferiert. Von diesem Wissenstransfer-Hub aus erfolgt die weitere Verbreitung der Technologien in die lokale Industrie und zu regionalen Energieversorgern.
Meilenstein I
Kapazitätsaufbau für erneuerbare Biomasseenergiesysteme
Ukrainische Institutionen und Unternehmen sollen ihre Kapazitäten im Bereich erneuerbare Biomasseenergiesysteme verbessern. Durch praktische Schulungen, Wissenstransfer und die Implementierung integrierter Bioenergie-Systeme soll lokales Fachpersonal befähigt werden, eigenständig nachhaltige Energielösungen zu entwickeln, zu betreiben und zu warten.
Meilenstein II
Etablierung von Technologiepartnerschaften und Stakeholder-Netzwerken
Strategische Technologiepartnerschaften sollen etabliert werden. Zusätzlich sollen Stakeholder durch gezielte Sensibilisierungs- und Wissensveranstaltungen in das Projekt eingebunden und ein nachhaltiges Netzwerk für Biomasse-Technologien aufgebaut werden.
Meilenstein III
Skalierbare Anlagentechnik
Dezentrale Versorgungsanlagen sollen zur Installation bereit gemacht werden mit konkreten Interessenbekundungen und Vorverträgen lokaler Unternehmen. Diese Anlagen sollen die Skalierbarkeit von Biomassetechnologien demonstrieren und die Grundlage schaffen für die Produktion und Installation weiterer dezentraler Versorgungsmodule und Großanlagen.
Meilenstein IV
Nachhaltige Wissens- und Ausbildungsstrukturen aufbauen
Techniker, Dozenten und Unternehmensvertreter sollen an Schulungen zu Biomassetechnologien teilnehmen und als Multiplikatoren fungieren. Eine digitale Lernplattform an der Universität Kiew soll etabliert werden, die auch nach Projektende eigenständig fortgeführt werden kann. Ziel ist die Unterstützung der universitären Ausbildung und die Stärkung der Forschungsaktivität. Ein zentraler Baustein ist auch die Bereitstellung eines modernen Container-Forschungslabors – des „BioScience Labs“.
Meilenstein V
Mehr Energieautonomie durch dezentrale Biogas-Technologie erreichen
Belastbare und nachhaltige Energieversorgung in kriegsbetroffenen Gebieten der Ukraine soll durch dezentrale Versorgungsmodule sichergestellt werden. Die Technologie soll organische Abfälle in saubere Energie transformieren und Gemeinden, Unternehmen sowie landwirtschaftlichen Betrieben eine unabhängige Energieversorgung ermöglichen.
Errichtung einer Biogasanlage mit der neuen deutschen BioRaffinerie Technologie
– Fertigung eines weiteren BIOscience LABs durch ukrainische Firmen und Start der BioMethan- und BioKunststoff Produktion im Maßstab einer 2,5 MW Großanlage
Die Transformation vom Biogas zur BioRaffinerie!
Unsere Organisation setzt sich für die Erforschung und Implementierung von autarken Energielösungen ein, um die Energieunabhängigkeit der Ukraine voranzutreiben. Durch innovative Forschungsprojekte und Bildungsinitiativen streben wir danach, eine nachhaltige Energiezukunft zu gestalten, die sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich sinnvoll ist.
Dazu haben wir verschiedene, mobile Containerlösungen entwickelt, die als mobile Forschungsstationen für Industrie und Forschung und zur dezentralen, autarken Versorgung eingesetzt werden können.
Das Bioscience Lab ist ein mobiles Biogaslabor, dass alle nötigen Komponenten beinhaltet, um Analytik und Versuche durchzuführen und verschiedene Fragestellungen rund um die Biogasforschung und Bioraffinerietechnologie zu beantworten. Daher eignet es sich als Werkzeug für Ausbildung und Lehre, aber auch zur Überwachung und Betreuung von Großanlagen.